Herzlich willkommen zum letzten Atomforum

Der Soundcheck macht Hoffnung auf Besserung: Soleil – Sonne, fordern die Irie Révoltés. Noch ertönen die Stimmen der Band, die am Mittwoch in personeller Minimalbesetzung um Sänger Mal Élevé, dafür aber mit eigenem Soundsystem den Alexanderplatz beschallen werden, nur vom digitalen Tonträger. Und auch das Wetter lässt zu wünschen übrig. Selbst mit Energie strotzender Musik lässt sich die Sonne bisher nur selten hinter den tief grauen Wolken hervor locken. Doch trotz vereinzelter Regentropfen: Zur Eröffnungsrede um 17:30 Uhr versammelt sich der harte Kern der Anti-Atomkraft-Bewegung vor der Bühne auf dem Alex.

Bereits zu Beginn werden laut und deutlich die Inhalte proklamiert, die in den kommenden vier Tagen den vielfältigen Protest der erwarteten Tausende bestimmen. Kernforderung ist dabei die Unabdingbarkeit des sofortigen Atomausstiegs. Doch auch die Verantwortlichen aus Wirtschaft und Politik bekommen gleich zu Beginn die Botschaft des bunten Protests zu spüren: Der gesellschaftliche Konsens über das Ende der Atomzeitalters – zur zivilen Nutzung wie zu militärischen Zwecken – ist unverändert deutlich, die langwierigen Hinhaltetaktiken und beschönigte Parolen der Konzerne ernten den Wut der Bevölkerung.

Nicht zuletzt die jüngste Katastrophe in Fukushima hat die unkontrollierbaren Risiken der Technologie offenbart. Hunderte Störfälle jedes Jahr zeugen immer wieder von den teils unabsehbaren Risiken und zwingen zu der Einsicht: Atomenergie kann durch nichts in der Welt legitimiert werden.

“Die aktuelle Atompolitik ist so undurchsichtig wie die Planen verhängten Absperrzäune da drüben”

Mit einem Fingerzeig auf das gegenüberliegende BCC-Kongresszentrum ist der aktuelle Anlass der viertägigen Veranstaltung schnell ausgemacht. Hinter hohen Gittern verschanzt sich dort ab Dienstag die europäische Atomindustrie, um in aller Heimlichkeit die bis in alle Ewigkeit strahlende Zukunft der atomaren Energie zu verhandeln. Mit welchen Mitteln und trügerischen Absichten die Branche agiert, verdeutlicht ein Blick auf die gegenwärtige Atompolitik, in der Politiker und Konzerngrößen versteckte Vereinbarungen entgegen jeglichen gesellschaftlichen Konsens treffen.

Vier Tage bunter Protest für das Ende des Atomzeitalters

Der Auftakt ist getan: Mit Nachdruck wird in den kommenden vier Tagen ein vielfältiger Protest Rund um den Alexanderplatz stattfinden, um auf das Ende des atomaren Wahnsinns zu pochen. Die VoKü sorgt für leckeres Essen, ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit musikalischen wie politischen Inhalten, dazu Straßentheater, Flashmobs, Aktionstrainings und natürlich die Großdemo am Montag um 17:00 Uhr vom Schlesischen Tor bis zum Tagungsort am Alexanderplatz.

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About AtomCONCERN

Die Initiative AtomCONCERN wurde im November 2010 in Berlin gegründet. Für die ökologische Wende, für die Demokratisierung des Strommarktes, für Luft und Liebe und gegen Kernenergie. Because we are concerned. // Entstanden ist die Idee zu AtomCONCERN in einer der kalten Nächte Anfang November auf der Straße zum Zwischenlager Gorleben. Wir, eine Gruppe aus Berliner StudentInnen, waren und sind Teil des zivilen Ungehorsams gegen Atomkraft und gegen den Ausstieg aus dem Ausstieg. Politischer Protest ist dabei eine Komponente von vielen, mit denen wir dem nuklearen Gift den Kampf ansagen. Weitere sind: Stromwechselparties mit feinster musikalischer Untermalung, Kunstprojekte und Publikationen, mit denen wir zur Debatte beitragen und Alternativen aufzeigen wollen. Help us spread the word - Unterstützung ist wichtig und willkommen. //Kontakt: atomconcern@lists.riseup.net
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